CONSTRUCTED MEMORIES

Mittwoch 24. März 2021, Basel, Druckereihalle im Ackermannshof
Donnerstag 25. März 2021, Zürich, Kunstraum Walcheturm
Freitag 26. März 2021, Baden, Kulturhaus Royal / GNOM Baden
Samstag 27. März 2021, Luzern, Musikhochschule hslu/ Forum Neue Musik Luzern

 

Konzertprogramm

 

Klaus Lang (*1971)

bright darkness. (night)

für Saxophon, Keyboards, E-Gitarre und Schlagzeug (2018)

 

Germán Toro Pérez (*1964) / Georg Lendorff (*1965)

Neues Werk, UA 2021

für Saxophon, E-Gitarre, Violoncello, ¼-Ton Akkordeon, Schlagzeug, Keyboard und Videoprojektionen

 

*****

 

Martin Jaggi (*1978) / Adrian Kelterborn (*1979)

CONSTRUCTED MEMORIES, UA 2021

für Saxophon, E-Gitarre, Keyboard, Schlagzeug und Video

 

  

soyuz21 – contemporary music ensemble zürich

Sascha Armbruster – Saxophon
Mats Scheidegger – E-Gitarre
Fanny Vicens, Akkordeon
Esther Saladin, Violoncello
Philipp Meier – Keyboard
Julien Mégroz – Schlagzeug
Nicolas Buzzi – Klangregie

 

 

Die Saison 2021 von soyuz21 startet im März 2021 mit einem grossangelegten multimedialen Projekt mit dem Titel «Constructed Memories». Die Veranstaltungen finden vom 24.-27. März 2021 in Basel, Zürich, Baden und Luzern statt, die Veranstalter GNOM Baden und Forum Neue Musik Luzern werden das Projekt in ihren Konzertreihen zeigen.

«Constructed Memories» ist ein multimediales Projekt, welches je einen Komponisten mit einem Filmmacher zusammenbringt und dessen Grundidee es ist, dass beide Künstlerpaare von Beginn weg das ganze Werk zusammen planen und entwickeln. So haben sich der Komponist Martin Jaggi mit dem Filmemacher Adrian Kelterborn und der Komponist Germàn Toro Perez mit dem Videokünstler Georg Lendorff zusammengefunden. Sie werden je eine Musik-Video-Produktion in enger Zusammenarbeit mit soyuz21 ‚komponieren’.

 

«Erinnerungen an gemeinsame Reisen in Afrika. Entfernt, verblasst. Aber für beide von grosser Bedeutung. Versuch, die Verzerrungen der zeitlichen Distanz einzufangen. Die unterschiedlichen Erfahrungen in eine Bild- respektive Tonwelt zu setzen und gemeinsamen Prozessen zu unterziehen. Langsame Veränderungen, abrupte Schnitte. Eine parallele Erfahrung in unterschiedlichen Medien.

Die Musik ist modular zusammengebaut. Verschiedene Stücke überlappen, durchdringen sich. Passieren gleichzeitig und doch unabhängig. Unterschiedliche Besetzungen kontrastieren sich. Erinnerungen an Klänge metastasieren.

Im Video sind Momentaufnahmen der verschiedenen Reisen zu sehen. Manchmal ist ihr Gegenstand knapp erkennbar, oft abstrakt. Manche Videobilder stehen lange für sich, andere wechseln in rascher Schnittfolge, alle metabolisieren.

Die Videoleinwand steht klar abgegrenzt vom Ensemble. Das Video und die Musik stehen in einer Wechselwirkung. Prozesse werden gemeinsam ausgelöst. Geschwindigkeiten, Dichtegrade bestimmen den Verlauf beider Medien gleichsam. Oder aber sie stehen sich als zwei konträre Erfahrungen gegenüber.»

(Martin Jaggi / Adrian Kelterborn, Singapur/Basel im Oktober 2019)

 

«Die erste Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten Germán Toro Pérez und dem Film- und Videokünstler Georg Lendorff fand bei der Uraufführung des Musiktheaterwerkes «Reise nach Comala» 2017 in Zürich statt. Aus diesem Hintergrund entstand die Idee, die Zusammenarbeit im Rahmen eines neuen Stückes für das Ensemble soyus21 fortzusetzen. In gemeinsamen experimentellen Phasen und mit den Musikern des Ensembles soll ein Stück entstehen, das klare musikalische Linien basierend auf variierenden mikrotonalen Sequenzfolgen mit einer visuellen Komposition verbindet. Im Zusammenspiel zwischen Ton und Bild werden weitere sensorische und emotionale Ebenen aufgespannt, die in die Gesamtkomposition eingehen. Objektähnliche Licht- und Bildkonstellationen im Raum stellen Verbindungen zur physischen Präsenz von MusikerInnen und Instrumenten im Raum her und sind integraler Teil der Aufführung.»

(Germán Toro Pérez / Georg Lendorff, Wien/Zürich im November 2019)

 

 

Dem Werk «bright darkness» von Klaus Lang für Saxophon, Keyboards, E-Gitarre und Schlagzeug liegt die Idee zugrunde, dass es in der Abenddämmerung im Freien gespielt wird. Die Aufführung beginnt bei Sonnenuntergang und endet im Dunkeln. Wir werden in unserem Programm aus dem zweiteiligen Werk, das in drei verschiedenen Versionen gespielt werden kann, den Teil night aufführen. Das Werk, das eine musikalische und reale Transition beschreibt, wird unter der Lichtregie des Videokünstlers Georg Lendorff aufgeführt.

 

«Wie verändert sich die Musik, während die Zeit vergeht und wie beeinflusst die Musik unser Zeitempfinden. Komplexität im Einfachen zu suchen, darin liegt die Spezialität von Klaus Lang. Die Musik des steirischen Komponisten ist auch als Parabel auf das Verrinnen der Zeit und auf die Endlichkeit des Menschen zu verstehen. Seine Musik befindet sich in steter Bewegung, in einem Fluss von mikroskopisch kleinen Veränderungen. So filigran diese Kompositionen auch sind, so beharrlich spinnen sie ihre Zuhörer in ein dichtes Netz zeitlicher Proportionen.» (Deutschlandfunk Kultur)

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