vox organicum vocis

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CONCERTS

13.5.17 Lausanne, église St-Jacques (av. du Léman 26), 20:00

14.5.17 Zurich, Walcheturm, 17:00

15.5.17 Basel, Druckereihalle im Ackermannshof, 20:00

16.5.17 Lucerne, Neubad, 20:00

22.-23.7.17 Sofia, 180 Degrees Festival, Bulgarien

 

PROGRAM

Kevin Juillerat – Pas de Deux (2016) for guitar and electronics **

Kevin Juillerat –  …par ce tiède soir, tout bas? (2009) for solo saxophone **

Kevin Juillerat – Gawa (se déplacer)(2011/new version 2017) for udu and sound sources *

Esaias Järnegard – Härd (2012) for saxophone, guitar and percussion *

Bryan Jacobs – Syncro-vox and Other Animation Techniques (2011/new version 2017) for saxophone, guitar, tabletop-guitar and tape *

Riccardo Nova – Lamento (2017 WP) for saxophone, guitar, percussion and electronics *

Nadir Vassena – mute materie (2010/new version 2017) for saxophone and electronics ***

Nadir Vassena – vox vocis (2017 WP) version for solo guitar ***

 

* To be heard at all venues. ** To be heard in Lausanne, Zurich and Lucerne only. *** To be heard in Basel, Zurich and Lucerne only

 

MUSICIANS

Sascha Armbruster – saxophone, Mats Scheidegger – guitar, Julien Mégroz – percussion, Isaï Angst – electronics, Markus Brunn – light

 

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« musique contemplative et dramatique,

explosive et intérieure,

brillante et rugueuse

sons captifs, infiltrés, échappés,

fuyants. » 

Kevin Juillerat

 

Die Stimme als Ursprung musikalischen Ausdrucks ist und war immer zentraler Gegenstand der Auseinandersetzung für Komponisten und Vorbild für instrumentale Interpretationen. soyuz21 will in seinem neuesten Konzertprojekt in vielfältiger Weise den Stimmen nachgehen.

Im Zentrum des neuen Projektes steht eine Auftragskomposition des italienischen Komponisten Riccardo Nova. In Auftrag gegeben wurde ein Werk für Saxophon, Elektrische Gitarre, Schlagzeug und Elektronik. Sein Ausgangspunkt ist die Beziehung zwischen Wort und Klang. Besonders fasziniert ist er vom Sanskrit Alphabet welches eine einzigartige Beziehung zum Klang hat und in dessen Grammatik die Aussprache der Wörter in jeder denkbaren Form beschrieben ist. Das Sanskrit als Ausgangspunkt führt zu einem monodischen Lied mit einer hochkomplexen und mikrotonalen Klangfläche. Der ‚verkomponierte‘ Wortlaut wird aus einer Auslese an visionären und psychodelischen Texten aus Rgveda sein. Riccardo Nova sucht die Durchdringung von indischen Wortlauten und Zahlensymbolen mit zeitgenössischer, europäischer, mikrotonaler und elektronischer Instrumentalmusik.

Nadir Vassena geht in seinem Werk vox vocis I dem instrumentalen Gesang nach. Er untertitelt diese Reihe von Stücken mit ‚Ein Stimmenkatalog‘ und komponiert auf vielschichtige Weise seine vielfältigen Assoziationen zur Stimme, zum Gesang, zur Linie. Der schwedische Komponist Esaias Järnegard lässt in Härd den Einsatz der Stimme zum Schmelzpunkt der Instrumente werden, eine Art versteckte Litanei entsteht. Auf eine ganz andere Art bedient sich der amerikanische Komponist Bryan Jacobs des Begriffs Stimme: hier ist Stimme als Partitur des Instrumentalisten gemeint. Um eine möglichst hohe Synchronisation von Live-Elektronik und vorkomponierten Klänge zu erreichen, hat er eine elektronische Partitur entworfen, die sogenannte Syncro-Vox, welche dem Interpreten erlaubt, zwischen grösstmöglicher Freiheit und höchster Synchronität Hin und Her zu agieren. Auch Kevin Juillerat aus Lausanne liess sich in seinem Werk für Saxophon …par ce tiède soir, tout bas? durch ein Gedicht von Paul Verlaine zu sehr feinen und intimen Linien inspirieren. Pierluigi Billone’s Sgorgo Y ist eine grossangelegte Monodie. Wie ein langgezogener, energetischer und leicht psychodelischer Gesang werden die Linien äusserst differenziert manchmal zum Schreien, dann wieder lange resonierend zum Nachklingen gebracht, Atem holend für die nächste Phrase.

Alle diese Werke könnten nicht unterschiedlicher und farbiger sein. Markus Brunn wird das Ganze dramaturgisch in Licht-Szene setzen – Linien und Räume erzeugend.

Wiederum steht die Zusammenarbeit mit den Komponisten für soyuz21 im Fokus. Kevin Juillerat werden wir in Lausanne ein Portraitkonzert widmen, Riccardo Nova’s Komposition wird eng auf unsere elektronische Instrumentation abgestimmt sein. Nadir Vassena gehört zu unseren engen Komponisten. Auch werden wir wieder eine modulare Programmkonzeption verfolgen, wo wir je nach Aufführungsort und Raum das Programm leicht variieren werden.

 

Reviews:

https://www.null41.ch/blog/vocs-organicum-vocis

 

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